Hasen- und Kaninchenpest – Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Stadtwappen Hainburg an der Donau

In Niederösterreich treten derzeit wieder vermehrt Fälle von Myxomatose (Kaninchenpest) sowie Tularämie (Hasenpest) auf. Beide Erkrankungen betreffen vor allem Wildhasen und Kaninchen. Sie sind keine meldepflichtigen Tierseuchen nach dem Tiergesundheitsgesetz 2024 – daherbesteht keine Zuständigkeit der Veterinärbehörden.
Um dennoch häufige Fragen zu beantworten, finden Sie hier die wichtigsten Informationen.

Myxomatose (Kaninchenpest)

  • Betrifft ausschließlich Hasen und Kaninchen – nicht den Menschen oder andere Tierarten.
  • Tritt in regelmäßigen Abständen (ca. alle 15–20 Jahre) vermehrt auf, zuletzt besonders stark 1955 und 2010.
  • Gegenmaßnahmen im Wildtierbestand sind kaum möglich. Schutz gibt es nur durch Impfung von Haustierkaninchen.
  • Ein Ausbruch klingt meist ab, wenn die Population stark zurückgeht.

Tularämie (Hasenpest)

  • Eine Zoonose, die auch auf andere Tiere und den Menschen übertragbar sein kann.
  • Übertragung: Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Staub, Wasser, Lebensmitteln oder über Insekten-/Zeckenstiche.
  • Besonders gefährdet: Jägerinnen und Jäger sowie Landwirtinnen und Landwirte.
  • Erkrankungen sind selten, verlaufen meist mild und können mit Antibiotika behandelt werden.
  • Aktuell kein gehäuftes Auftreten – daher kein Anlass zur Besorgnis.

Verhalten im Alltag

  • Keinen Kontakt zu verendeten Hasen aufnehmen.
  • Hunde an der Leine führen, um Kontakt mit Kadavern zu vermeiden.
  • Für Hunde besteht nur ein geringes Risiko; immungeschwächte Tiere sind stärker gefährdet. Erkrankungen verlaufen meist mild.

Zusammengefasst:

Für Menschen besteht aktuell kein Grund zur Sorge. Verendete Tiere sollten weder berührt noch vergraben, sondern fachgerecht über die zuständigen Stellenentsorgt werden. Haustierkaninchen können durch Impfung geschützt werden.